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Chaos in der Warenpräsentation zwischen Filialen? Wie Sie Space Planning im Multi-Format-Einzelhandel strukturieren

Ein Problem, das Sie nur zu gut kennen

Sie haben ein Netzwerk aus Dutzenden oder sogar Hunderten von Filialen. Theoretisch sollte alles konsistent funktionieren – dasselbe Planogramm, dieselbe Kategorie, dieselben Annahmen. In der Praxis unterscheiden sich die Ergebnisse jedoch erheblich.

In einer Filiale verkauft sich Kaffee so schnell, dass der Platz im Regal nicht ausreicht. In einer anderen liegt er wochenlang und blockiert wertvollen Raum. Das ist kein Zufall oder „lokale Besonderheit“, sondern das Ergebnis schlecht angepassten Space Plannings.

Die Folge sind bekannte Probleme: Umsatzverluste, Überbestände, manuelle Anpassungen in den Filialen und wachsendes Chaos zwischen Zentrale und operativem Geschäft.

Warum ein Planogramm nicht funktioniert

Auf strategischer Ebene klingt Standardisierung sinnvoll. Sie vereinfacht die Steuerung und vermittelt Kontrolle. Das Problem ist jedoch, dass die Filialen nicht identisch sind.

Sie unterscheiden sich in Fläche und Layout, Kundenprofil, Kategorienrolle und Verkaufsdynamik. Ein Planogramm auf Basis eines „Durchschnitts“ ist daher ein Kompromiss, der für keine Filiale wirklich optimal ist.

Genau deshalb verschärft ein einheitliches Planogramm oft das Problem, anstatt es zu lösen.

Woher das Chaos im Space Planning kommt

Wenn große Unterschiede zwischen Filialen auftreten, liegen meist drei wiederkehrende Probleme zugrunde.

Erstens fehlt eine Segmentierung der Filialen. Wenn alle Filialen identisch behandelt werden, führt das zu falscher Flächenverteilung und Sortimentsproblemen.

Zweitens gibt es „One-size-fits-all“-Planogramme, die überall passen sollen – und letztlich nirgendwo passen.

Drittens entstehen manuelle Korrekturen in den Filialen. Mitarbeitende vor Ort „passen“ das Planogramm an, wodurch die zentrale Kontrolle verloren geht.

Wie Sie Space Planning in der Praxis strukturieren

Die Strukturierung von Space Planning erfordert keine Revolution, sondern einen konsequenten Ansatz. Entscheidend ist der Wechsel von einem einzelnen Planogramm zu einem System, das Unterschiede berücksichtigt.

Segmentierung – die Grundlage

Der erste Schritt ist eine echte Segmentierung der Filialen. Nicht nur: • Supermarkt vs. Convenience

Sondern auch: • Filialgröße
• Verkaufsstruktur
• Kundenprofil

Ziel: wenige klare Cluster statt vieler Ausnahmen.

Die Rollen der Kategorie definieren

Dieselbe Kategorie kann unterschiedliche Funktionen haben: • Umsatztreiber
• Warenkorbergänzung
• Impulskauf

Das beeinflusst direkt, wie viel Platz sie im Regal erhält.

Templates statt eines Planogramms

Statt eines Planogramms: • erstellen Sie Templates für Segmente
• sichern Sie Konsistenz
• ermöglichen Sie kontrollierte Flexibilität

Am besten funktioniert ein dreistufiges Modell: • feste Merchandising-Regeln
• Flächenverteilung nach Format
• SKU-Auswahl pro Filiale / Standort

Daten statt Intuition

Gutes Space Planning basiert nicht auf Intuition.

Sondern auf Daten: • Kategorieumsatz
• Produktrotation
• Verfügbarkeit (Out-of-Stock)
• Flächeneffizienz

Ein Planogramm sollte die Nachfrage widerspiegeln – nicht Annahmen.

Automatisierung – dort, wo sie am meisten bringt

Es geht nicht um eine große Transformation.

Die größten Effekte bringen: • automatisierte Planogrammvarianten
• Massenupdates
• zentrale Versionsverwaltung
• Abweichungsanalysen

Moderne Space Planning Systeme können planogramspezifisch für Filialen auf Basis von Verkaufsdaten erstellen – manuelle Arbeit ist für die Skalierung nicht mehr erforderlich.

Konsistenz vs. Flexibilität – ein falsches Dilemma

Die häufigste Sorge im Handel:

„Wenn wir auf filialspezifische Planogramme umstellen, verlieren wir die Kontrolle.“

Das stimmt – wenn manuell gearbeitet wird.

Ein gutes System: • standardisiert Prozesse
• automatisiert Unterschiede
• erhält zentrale Kontrolle

Das Ergebnis: • konsistente Marke
• bessere lokale Anpassung
• weniger operativer Aufwand

Was sich nach der Strukturierung von Space Planning ändert

Unternehmen, die dieses Modell einführen, sehen: • weniger manuelle Arbeit
• bessere Sortimentsanpassung
• mehr Konsistenz
• höhere Flächeneffizienz

Am wichtigsten:
Space Planning unterstützt den Umsatz – anstatt ihn zu begrenzen.

Fazit

Chaos in der Warenpräsentation entsteht selten durch Fehler von Menschen.

Es ist ein Modellproblem.

Es lässt sich nicht lösen durch: • neues Excel
• größere Teams
• manuelle Korrekturen

Die Lösung liegt in: • Segmentierung
• Template-Systemen
• datenbasierten Entscheidungen
• Automatisierung

Möchten Sie Verbesserungspotenzial erkennen?

Wenn Sie mehrere Filialformate verwalten und feststellen, dass Ihre Planogramme nicht wie erwartet funktionieren, beginnen Sie konkret.

Im Rahmen eines Space Planning Audits analysieren wir eine Ihrer Kategorien und zeigen: • wo Umsatz verloren geht
• welche Kategorien falsch verteilt sind
• was Sie am schnellsten verbessern können

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